ZAPA
                                  
  1954.  Geboren in Augsburg.

1959.  Rausschmiß aus dem Kindergarten. Anschließend Volksschule in Mering und Gymnasium in Augsburg.

1972.  Volljährigkeit! Sofortige Einstellung der Gymnasiastentätigkeit. Beginn des damals angesagten Hippielebens. Kommunen usw. Jobs als Gärtner, Briefträger, Warehousekeeper bei der amerikanischen Armee in Augsburg, Bäckereiausfahrer; Emailleschmuckproduzent. Schreibe Gedichte. Reisen nach Paris, Sardinien, Italien. Längere Aufenthalte bei Freunden in Südfrankreich (l'Herault). Studium an der Fachhochschule für Sprachenberufe in München. Nach 1 1/2 Jahren abgebrochen.

1978/79.  Aufenthalt in Lipsos, einer kleinen Insel im Dodekanes, gegenüber der türkischen Küste. Arbeit als Fischer. Haikus. Aquarelle.

1979/80.  Nach der Rückkehr nach Deutschland Beginn einer Schreinerlehre. Nach 7 Monaten abgebrochen. Gründe mit zwei Freunden eine eigene Schreinerei in dem Dörfchen Rohrbach (15 km östlich von Augsburg). Zum Glück verstehen die Beiden mehr von der Sache als ich.

1981.  Schluß mit Schreinerei. Ziehe zwei Dörfer weiter nach Rinnenthal. Erste großformatige Bilder mit Dispersion auf Rupfen. Hauptthemen: Delphine und der Himalaya. Beginn einer 14-jährigen Journalistentätigkeit bei einer kleinen Zeitung ("Paar-Anzeiger"). Entwickle eine eigene Schleiftechnik (s. rechts) und mache damit klein-, mittel- und großformatige Bilder.

Ohne Titel
Geschliffene Dispersionsfarben, 95 x 125

Über meinem Freiluftatelier an einer alten Scheune hängt das Transparent: "Zapa - Herstellung feiner Schleifwaren". Erste Ausstellungen in kleinen Galerien in München und Augsburg, in Sparkassen, Kunstvereinen usw.

1986.  1. Reise nach Japan. Sechs Wochen. Gute Kontakte mit dem Dichter Ken Shimaoka und bildenden Künstlern in Kyoto.

1987.  2. Reise nach Japan. Vier Monate. Ausstellungen von vor Ort hergestellten Zeichnungen in Kyoto.

1993.  Gemeinschafts- und Einzelausstellungen in Köln, Hamburg, Stuttgart.

1994.  Kündigung der Journalistentätigkeit. Für sieben Monate in die Südsee, nach Rarotonga und Aitutaki, Cook-Inseln.

1995.  Nach Rückkehr Ende der erfolgreichen Schleifbildphase. Beginne als Freischaffender nochmal ganz von vorne. Aktkurse, Landschaften, Stillleben, Radierungen. Beginne mit der Ölmalerei.

Birke am See
Öl auf Sperrholz, 220 x 100

Nachtlandschaft
Öl auf Pappe, 45 x 48

Zwischendurch Jobs als Blutkonservenfahrer, Nudelmaschinenreiniger, Bauhelfer - aber auch, mit wechselnden Partnern, Gestaltungsaufträge für Kneipen, Restaurants und Privaträume. Fange an, auf Fundstücke (Holz, Metall, Plastik) zu malen.

2001.  Gedichtband "Krötengesang - Gedichte knapp über Wasser", Panisken Verlag, München.

2002.  Umzug nach Berlin. Stillleben auf Fundstücke. Ausstellungen u.a. in der "Galerie am Savignyplatz" ("Habseligkeiten")

2005.  Beginn von großformatigen Figurenbildern auf Sandgrund. Mischtechnik: Sand, Wasser, Leim, Dispersion, Pigmente, Öl.

2009.  Die Malerei kommt mir vor wie ein Weg direkt von der Illusion zur Realität, unter möglichst geschickter Ausnutzung der Wirklichkeit.